Umweltschonend

Wenn wir uns fragen, wie wir umweltbewusst konsumieren können, denken wir oft an Verpackungsmüll. Dabei können wir viel früher ansetzen und uns auch mit der Frage beschäftigen, wie ein Produkt hergestellt wurde – auch und besonders, wenn es um unsere Kleidung geht.

 

Umweltschonende Produktion: Was bedeutet das?

Je nach Art des Produkts kann ein Herstellungsprozess viele verschiedene Schritte beinhalten und damit viele potentielle Gefahren für die Umwelt. Worauf kommt es also an, wenn wir von umweltschonender Produktion sprechen?

 

Energieverbrauch.

In der Textilproduktion wird eine große Menge des Treibhausgases CO2 freigesetzt: Besonders die Herstellung der auf dem Feld verwendeten Pestizide und Düngemittel fallen hier ins Gewicht. Also lieber auf Kunststofffasern statt auf Baumwolle setzen? Auf keinen Fall! Bei der Acrylfaserproduktion liegt die CO2-Emission sogar viermal so hoch. Eine echte Alternative ist Bio-Baumwolle, bei deren Anbau keine Chemikalien eingesetzt werden.

 

Wasserverbrauch.

Wird für die Herstellung eines Produkts besonders viel Wasser benötigt? Und geht es auch mit weniger? Beispiel Jeans: Für die Produktion einer Jeans werden im weltweiten Schnitt etwa 8.000 Liter Trinkwasser verbraucht. Eine Jeans aus Bio-Baumwolle kommt dagegen in vielen Fällen allein mit Regenwasser aus.

Einsatz von Bleich- und Färbemitteln.

Besonders in der Textilindustrie werden häufig giftige Chemikalien zum Bleichen oder Färben eingesetzt. Neben verschiedenen Labels wie GOTS, Bluesign oder das EU-Ecolabel, die zumindest einige Chemikalien ausschließen, gibt es ein paar Tipps, wie ihr zu chemisch weniger belasteter Kleidung greift:

  • Wenn auf dem Etikett der Hinweis „Bügel- oder Knitterfrei” zu finden ist, sind in dem Kleidungsstück mit einiger Sicherheit Giftstoffe enthalten.

 

  • Der beliebte „Used Look” deutet auf die Arbeit mit Quarzstaub hin, einer Substanz, die beim regelmäßigen Einatmen unter anderem zu Lungenkrebs führen kann.

 

  • Kleidungsstücke, die in die chemische Reinigung gegeben werden müssen, sind oft mit Chemie belastet.

 

Übrigens: Im Jahr 2011 hat Greenpeace eine große Detox-Kampagne gestartet, um über den Chemikalieneinsatz in Textilien aufzuklären. Mit einigen Erfolgen: Immerhin 79 Unternehmen des globalen Textilmarkts haben die Detox-Verpflichtung unterschrieben.

 

 

Werte in Worten: Unser ekofair Glossar

Hier findest Du eine Sammlung von Worten, auf die wir in unserem Arbeitsalltag bei ekofair gestoßen sind. Die Erklärungen bauen sowohl auf wissenschaftlicher Recherche als auch unseren eigenen Ideen zu diesen Themen auf.

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